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Ernährung und Leistung

Gezielte Ernährungsmaßnahmen haben im Sport inzwischen ihren festen Platz. Es besteht kein Zweifel, daß die Ernährung vor allem auch im Sport ein wichtiger Gesund-heits- und Erfolgsbaustein ist. Das Ziel eines jeden trainierenden Sportlers, seine Leistung zu verbessern, kann durch eine Abstimmung von Training und Ernährung erreicht werden.

 

Ganz wichtig wird die Ernährung in der Wettkampfsituation. Durch falsches Eß- und Trinkverhalten können die Erfolgsaussichten einer anstrengenden und gewissenhaften Trainingsvorbereitung erheblich geschmälert werden. Für Fitneß- und Gesundheitssportler gilt nach wie vor: „Essen und trimmen, beides muß stimmen!".

 

Schließlich kann man selbst feststellen: Sport und Spiel in der Freizeit machen mehr Spaß, wenn man auch ernährungsmäßig gut vorbereitet ist. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige essen und trinken, heißt die Devise.

 

Ausschlaggebend für die Höhe des Energie- und Nährstoffbedarfs im konkreten Fall ist die tatsächlich erbrachte Leistung, die maßgeblich von Trainingszustand, -umfang, -Intensität und -häufigkeit abhängig ist. Ein auf Höchstleistungen trainierender Athlet entwickelt andere Ernährungsbedürfnisse als ein Trimmsportler mit ein- bis zweimaligem Einsatz in der Woche.

 

Manchmal herrschen geradezu mystische Vorstellungen, was die Wirkung bestimmter Lebensmittel oder leistungssteigernder Präparate betrifft. Für manchen mag ja auch die Einnahme eines Konzentrates bequemer sein, als sich um eine vollwertige Ernährung zu kümmern. Erfreulicherweise wird jedoch in zunehmendem Maße nach der Bedeutung von Vollwert-Ernährung und vegetarischen Ernährungsformen gefragt.

 

Die Praxis zeigt, daß bei vielen, ernsthaft an einer richtigen Ernährung Interessierten, die Voraussetzungen fehlen, wissenschaftliche Erkenntnisse in die eigene tägliche Ernährung umzusetzen. Ein Grund dafür, daß es vielen Sportlern trotz guten Willens schwerfällt, sich sportgerecht zu ernähren.

 

Wir benötigen zwar Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, verzehrt aber werden Lebensmittel in Form von Speisen und Getränken. Mit jedem Mehr an Lebensmittelwissen wächst die Chance, eine an den eigenen Ernährungsbedürfnissen orientierte Lebensmittelauswahl zu treffen. Eines darf aber nicht übersehen werden: Essen und Trinken sind mehr als Energie- und Nährstoffaufnahme. In unseren Ernährungsgewohnheiten kommen persönliche Vorlieben und Abneigungen zum Ausdruck. Manche Menschen verbinden die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme mit Genuß und Kommunikation, mit Fest und Feier. Hier kommt es auf die richtige Abstimmung an. Andere machen sich nicht viele Gedanken zum Thema Ernährung. Oft bestimmt dann das Angebot oder der Zufall, was man ißt.

 

Die Ernährungsfehler eines Sportlers weichen sicher nicht weit von den „Ernährungssünden" der meisten Mitbürger ab: Sie essen häufig zu viel, zu fett und zu süß.

 

  • zu hoher Fettanteil innerhalb der täglichen Energiebereitstellung (ca. 40%)
    zu geringer Kohlenhydratanteil (ca. 40%), zudem noch ungünstig zusammengesetzt, d.h. zuviel „leere" Süße und zu wenig „gehaltvolle" Stärke.

 

Empfehlenswert sind dagegen nicht mehr als 30 Prozent Energie aus Fetten und deutlich mehr als 50 Prozent Energie aus Kohlenhydraten. Richtige Ernährung ist aber nicht nur eine Frage der Energiebilanz und Kalorienprozente. Nicht selten weist die tägliche Kost des Sportlers Mängel an lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen auf. So kann die Versorgung mit Vitaminfaktoren des B-Komplexes sowie mit Calcium, Magnesium und Eisen „kritisch" sein. Nichts motiviert so sehr wie der Erfolg. Richtig essen hilft gewinnen, denn vollwertige und bedarfsangepaßte Ernährung im Sport zielt ab auf:

 

  • Sicherstellung aller ernährungsabhängigen Stoffwechselleistungen (u. a. Enzymaktivitäten, Nerven-, Muskel-, Herz-Kreislauf-Funktion)
  • Schutz vor leistungsmindernden Mangelerscheinungen und Ausgleich von Nährstoff- bzw. Substanzverlusten
  • Stabilisierung und Förderung der Abwehrkräfte, des Wohlbefindens und der Leistungsmotivation
  • Leistungsgerechtes Körpergewicht o Optimale, für die betreffende Sportart vorteilhafte Glykogenspeicherung
  • Kontrolle der Zufuhr stoffwechselbelastender Substanzen (Fette, Cholesterin, Purine = Harnsäurebilder)
  • Förderung der Regeneration bzw. Wiederherstellungsprozesse; das gilt auch nach Unfällen und Verletzungen.

 

Dies macht deutlich, daß richtige Ernährung und Training Partner im Sport sind. Eines muß jedoch klar gesagt werden: Eine noch so gute Ernährung kann fehlendes Training nicht ersetzen!

 

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